Die Scrum Artefakte

von Gabriella Martin

Die Scrum-Artefakte sind eine wesentliche Komponente dieser agilen Projektmanagement-Methode. Im folgenden beschreiben wir die wichtigsten Produkte, die im Laufe eines Scrum-Projekts entstehen.

  1. Product Backlog
  2. Sprint Backlog
  3. Burn Charts
  4. Task Board
  5. Definition of Done

Product Backlog

Scrum Artefakte: Product Backlog

Das Produkt-Backlog ist die Liste der gewünschten Änderungen und Neuerungen für das Produkt. Dazu gehören neue Leistungsmerkmale, Fehlerbehebungen, Änderungen an der Dokumentation und alles weitere, was als nützlich und wertsteigernd angesehen wird. Wir bezeichnen diese Einträge als “Backlog Items” oder “User Stories”.

Die Liste der User Stories ist so geordnet, dass die wichtigste Story ganz oben steht. Diese soll vom Team als nächstes bearbeitet werden. Direkt darunter befindet sich die User Story, die das Team als zweite implementieren sollte, und so weiter. Da User Stories oben im Produkt-Backlog bald bearbeitet werden, sollten sie kompakt und für das ganze Team gut verständlich sein. User Stories weiter unten in der Liste dürfen umfangreicher und weniger exakt formuliert sein. Sie werden im Laufe der Zeit detailliert und u.U. in mehrere User Stories aufgeteilt.

Sprint-Backlog

Sprint Backlog

Das Sprint-Backlog ist die To-Do-Liste des Teams für diesen Sprint. Diese Liste muss mit dem Ende des Sprints abgearbeitet sein. Das Sprint-Backlog beinhaltet alle für diesen Sprint vom Team für die Umsetzung vorgesehenen User Stories sowie die zugehörigen Aufgaben.

Eine User Story wird durch die Abarbeitung der zugeordneten Aufgaben implementiert. Eine Aufgabe ist in der Regel einem Teammitglied zugewiesen, während eine User Story vom gesamten Team verantwortet wird.

Burn-Charts

Burn Charts

Ein Burn-Chart illustriert die Beziehung zwischen Zeit und Funktionalität. Die Zeit wird auf der horizontalen Achse dargestellt und die Funktionalität auf der vertikalen Achse.

Ein Burnup-Chart zeigt, wie viel Funktionalität das Team innerhalb eines gegebenen Zeitraums implementiert hat. Jedes Mal, wenn etwas Neues erledigt wurde, bewegt sich die Linie ein Stücken hoch.

Ein Burndown-Chart illustriert, wie viel noch zu tun bleibt. Im allgemeinen ist zu erwarten, dass die Liste der verbliebenen zu erbringenden Leistungsmerkmale im im Laufe der Zeit in dem Maß abnehmen, wie das Team die gewünschte Funktionalität implementiert. Manchmal ändert sich die Liste plötzlich, zum Beispiel wenn Umfang hinzugefügt wurde oder entfernt.

Diese Ereignisse erscheinen als vertikale Linien im Burndown-Chart: ein vertikaler Anstieg zeigt, dass Funktionalität hinzugefügt wurde. Geht die Linie nach unten, wurde die Funktionalität entfernt.

Task-Board

Scrum Artefakte: Task Board

Eine Beschreibung der Scrum Artefakte wäre sehr unvollständig ohne das berühmte Task Board. Die einfachsten Task Boards bestehen aus drei Spalten mit den Überschriften:

  • “zu tun”
  • “in Arbeit”
  • “erledigt”

Ein Task-Board steht so im Raum, dass jedes Teammitglied Zugang dazu hat. Sind die Teams örtlich verteilt, helfen elektronische, web-basierte Task-Boards.

Die Tasks werden auf dem Board verschoben, so dass sichtbar ist, welche Aufgaben erledigt sind, welche in Bearbeitung und welche noch nicht bekommen wurden. Durch diese Sichtbarkeit kann das Team seine momentane Situation gut einschätzen und sich falls erforderlich anpassen. Das Board hilft auch den Stakeholdern und dem Product Owner, den Projektfortschritt zu beobachten.

Definition of Done

Definition of Done

Die Liste der Scrum Artefakte wäre unvollständig, wenn nicht die “Definition of Done” dabei wären. In einem Projekt ist es wichtig, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis darüber haben, was “fertig” bedeutet. Ist der Programmierer mit der Erstellung des Quellcodes und seinem Test fertig, kann die Software noch lange nicht an den Kunden übergeben werden. Ist der Tester mit seinen Untersuchungen zu einem positiven Ergebnis gekommen, bedeutet das noch nicht, dass das System in den Produktivbetrieb gehen kann. Ein Verkäufer versteht unter “fertig”, dass er das Produkt an Kunden verkaufen kann und diese es sofort benutzen können.

Um aus diesem unterschiedlichen Verständnis heraus resultierende Verwirrung zu vermeiden, legen Scrum Teams die Bedeutung des Wortes “fertig” für sich klar fest. Ein typischer Kriterienkatalog sieht so aus:

  • Code geschrieben
  • Code in Review geprüft
  • Regressionstests bestanden
  • Abnahme durch den Kunden
  • etc.

Diese Liste von Dingen, die erledigt werden müssen, bevor eine User Story als “fertig” implementiert bezeichnet werden kann, wird “Definition of Done” genannt. Viele Teams haben ihre Definition of Done-Checkliste neben ihrem Task-Board hängen.

Weitere Informationen

Falls Sie interessiert sind mehr über Scrum Rollen zu lesen, können Sie dies hier tun. In diesem Artikel können Sie eine Übersicht zu Agilem Projektmanagement sehen.

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